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Der polyglotte Minitrupp

Es ist schon immer wieder interessant, wie sich die Zeiten ändern bzw. wer was auf wen argumentativ anwenden darf, ohne in Verdacht zu geraten. Wir wissen ja alle mittlerweile, dass der Begriff Avantgarde obsolet ist, vor allem das damit verbundene Militärische wird gerne dazu ins argumentative Feld geführt. Daher staunt man schon, wenn in einer Vorstellungsveranstaltung von Zeitschriften ihre Macher als “polyglotte…

Jenseits des argumentativen Festen

Stuckrad & Ulmen sind so bemüht, nur keine argumentative Festheit zu erzeugen, denn wer will schon manifest werden und sich festlegen lassen – oder so ein i-tüpfelreitender in einer Endlospapier-schleife verhangener Avantgardist sein: Und dann wird durch die Konstellation „Politiker trifft auf Stuckrad und gibt ungewöhnliche Antworten auf ungewöhnliche Fragen“ schon automatisch etwas abfallen, das einen beiläufigen Blick auf Politikrealität…

Das wenig elegante Kommentieren …

Schon interessant, was die TAZ in einer Schmalest-Rezension so dann doch noch für sich rausholt zu Walter Benjamin: 13. Man muss die Kunst nicht zu ernst nehmen.” Letzteres ist vielleicht der eleganteste Kommentar zu Benjamins Thesen. taz Quelle: TAZ Die Frage, die man sich hier stellen muss, ist: Warum man sich a. elegant aus der Benjamin-Affäre zu ziehen gedenkt und b.…

Scrum: Was ist das?

Die Verwertungslogik funktioniert nicht mehr nach Befehl und Gehorsam. Sie braucht den »ganzen Menschen«. Den bekommt sie aber nicht, denn Selbstentfaltung von »je mir« und Befolgen der »fremden« Verwertungsanforderungen sind nicht zusammen zu bringen. Allerdings lässt sich zumindest teilweise eine größere Nähe herstellen. Dazu dienen solch »subjektivistische« Methoden wie Scrum. Unter gegebenen Handlungsbedingungen mehr individuellen und kollektiven Spielraum zu haben,…

Das händische Übertragen der Archive ….

Das händische Übertragen von Archiven kann einem auch den Nerv ziehen. WordPress ist zwar eine gute Wahl, aber wenn es etwas ältere Versionen sind, die in die aktuelle Version importiert werden sollen, kann es schon kleinhäkelig werden. Mein Archiv auf serner.de wollte ich schlicht in das dadasophische überführen. Leider war die WordPress-Instanz schon etwas in die Jahre gekommen und weigerte…

Wie lässig Pistazien sammeln … schon wieder eine Lyrikrezension

Das Feuilleton mittlerweile mit den dafür notwendigen Scheuklappen zu lesen, geht. Aber Lyrikrezensionen lösen bei mir immer gleich eine waghalsige Scheu aus, überhaupt den ersten Absatz anzustarren. Und schon ist es wieder passiert: «Frenetische Stille» heisst sein jüngster Gedichtband, und natürlich denkt man bei diesem Titel sofort an den «Rasenden Stillstand» von Paul Virilio. Quelle: Virtuose Aufbrüche (NZZ, 19.06.10) Wieder…

Der Nostalgiebus Bachmann beginnt wieder zu rollen …

Den Nostalgiebus habe ich natürlich nicht selbst aus der Wundertüte geholt, sondern aus dem Rahmenprogramm des diesjährigen Bachmannpreises geklaut. Überhaupt liest sie ja so ein literaturbetrieblicher Grossauftrag immer wie eine Kalauerbombe, die man als Leserin einfach hochgehen lassen muss. Mit einem Nostalgie-Bus werden – startend am Neuen Platz – jene Orte in Klagenfurt aufgesucht, die einen direkten Bezug zu Ingeborg…

Wie Ironie auch gerne in Verwirrung führt

Das Feuillton zu lesen, kann Vorteile haben. Mitunter kann man dem Feuilletonisten zusehen, wie ihn sein Thema überfordert. Roman Bucheli in der NZZ versucht zwar das Thema Frauenliteratur für sich und für andere (?) zu retten, verstrickt sich aber komplett zwischen ironischer Gegenwartsbeschreibung und vergangener potentieller Verve: Mehr noch als das Thema des Podiumsgesprächs erstaunt jedoch der Umstand, dass tatsächlich…